FAQ: Hautverjüngung mit Polynukleotiden

1. Die Grundlagen

Was sind Polynukleotide genau? Polynukleotide sind hochgereinigte DNA-Fragmente, die meist aus natürlichem Ursprung (häufig aus Lachs-DNA) gewonnen werden. In der ästhetischen Medizin wirken sie als sogenannte Biostimulatoren. Das bedeutet, sie reparieren die Haut von innen, anstatt sie nur oberflächlich zu verändern.

 

Wie wirken Polynukleotide auf die Haut? Sie arbeiten auf zellulärer Ebene mit einem dreifachen Effekt:

 

Regeneration: Sie regen die Fibroblasten an, mehr eigenes Kollagen und Elastin zu produzieren.

 

Feuchtigkeit: Sie binden Wasser und sorgen für eine tiefenwirksame Hydratisierung.

 

Antioxidative Wirkung: Sie fangen freie Radikale ab und schützen die Zellen vor Umweltstress.

 

Was ist der Unterschied zu Hyaluronsäure-Fillern? Das ist der wichtigste Unterschied:

 

Filler (Hyaluron): Geben Volumen, füllen Falten physikalisch auf und formen das Gesicht.

 

Polynukleotide: Reparieren die Hautqualität. Sie geben kein künstliches Volumen („Puffy Face“ wird vermieden), sondern straffen das Gewebe und verbessern die Textur und Elastizität.

 

2. Anwendungsbereiche

Für wen ist die Behandlung geeignet? Die Behandlung ist ideal für alle, die erste Anzeichen der Hautalterung bemerken oder ihre Hautstruktur verbessern wollen. Sie eignet sich besonders bei:

 

Knitterfältchen und schlaffer Haut.

 

Dunklen Augenringen (da sie die Haut verdicken, ohne Wasser zu ziehen wie Hyaluron).

 

Müder, fahler Haut ("Glow"-Verlust).

 

Akne-Narben oder Dehnungsstreifen.

 

Welche Areale können behandelt werden? Polynukleotide sind sehr vielseitig einsetzbar:

 

Augenpartie (sehr beliebt!)

 

Gesicht (Wangen, Kieferlinie)

 

Hals und Dekolleté

 

Hände

 

Kopfhaut (zur Stimulierung des Haarwachstums)

 

3. Die Behandlung & Ausfallzeit

Wie läuft die Behandlung ab? Nach einer gründlichen Reinigung und Desinfektion wird das Gel mit sehr feinen Nadeln in die mittlere Hautschicht injiziert. Oft wird vorab eine Betäubungscreme aufgetragen, um den Komfort zu erhöhen. Die Behandlung dauert meist nur 15–30 Minuten.

 

Ist die Behandlung schmerzhaft? Die meisten Patienten empfinden die Injektionen als gut tolerierbar. Durch die Betäubungscreme ist oft nur ein leichtes Pieksen oder Druckgefühl spürbar. Polynukleotide brennen in der Regel weniger als manche Vitamin-Cocktails.

 

Wie sehe ich direkt nach der Behandlung aus (Downtime)? Da das Produkt oft in kleinen Quaddeln (Depots) unter die Haut gesetzt wird, können diese kleinen Erhebungen für 1 bis 3 Tage sichtbar sein, besonders am Hals.

 

Leichte Rötungen und Schwellungen sind normal.

 

Wie bei jeder Injektion können kleine blaue Flecken (Hämatome) entstehen, die sich aber gut überschminken lassen.

 

Du bist in der Regel sofort wieder gesellschaftsfähig, solltest aber am Behandlungstag auf Sport und Sauna verzichten.

 

4. Ergebnisse & Haltbarkeit

Wann sehe ich Ergebnisse? Dies ist keine „Sofort-Effekt“-Behandlung wie bei einem Filler. Da es sich um einen biologischen Aufbauprozess handelt, werden die Ergebnisse schrittweise sichtbar. Eine Verbesserung der Hautqualität, Feuchtigkeit und Elastizität bemerkst du meist wenige Wochen nach der zweiten Sitzung.

 

Wie viele Sitzungen sind notwendig? Für optimale Ergebnisse empfehlen wir eine Kur von 3 bis 4 Behandlungen im Abstand von jeweils 2 bis 4 Wochen.

 

Wie lange hält das Ergebnis an? Nach Abschluss der Kur hält das Ergebnis in der Regel 6 bis 9 Monate an. Um den Effekt dauerhaft zu bewahren, empfiehlt sich eine einzelne Auffrischungsbehandlung alle 6 Monate.

 

5. Sicherheit & Risiken

Gibt es Nebenwirkungen? Polynukleotide gelten als sehr sicher und biokompatibel, da die DNA-Fragmente dem menschlichen Körper sehr ähnlich sind. Allergische Reaktionen sind extrem selten. Zu den vorübergehenden Nebenwirkungen gehören lediglich die typischen Injektionsfolgen (Rötung, Schwellung, kleiner Bluterguss).

 

Wer sollte die Behandlung nicht durchführen lassen?

 

Schwangere und Stillende.

 

Personen mit aktiven Hautinfektionen im Behandlungsareal.

 

Personen mit bekannter Fisch-Allergie (da das Produkt oft aus Lachs gewonnen wird – dies sollte individuell mit dem Arzt geklärt werden, da das Produkt hochgereinigt ist).